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Benjamin Baumann

Benjamin Baumann

Bereits seit 1995 macht das Musical Theater Hanau Furore mit kleinen, aber feinen Musical-Inszenierungen wie "Nunsense", "Little Shop of Horrors" und "Snoopy". Wir haben in Frankfurt den künstlerischen Leiter des Theaters Benjamin Baumann, getroffen und uns mit ihm über die deutsche Musicalszene unterhalten.

Wie bist du zum Theater gekommen?

- Ich habe als Kind schon in der Grundschule Theater gespielt und wußte immer, daß ich dies zu meinem Beruf machen wollte. Meine Eltern sind auch in kreativen Berufen tätig und haben mich immer ermuntert und unterstützt. Ich wollte mich auch nie auf ein einziges Berufsfeld festlegen lassen, sondern wollte möglichst vielseitig tätig sein – als Sänger, Schauspieler und Regisseur immer neue Dinge ausprobieren. Ich habe in Frankfurt eine Musicalausbildung an einer privaten Schule gemacht und fünf Jahre Gesangsunterricht genommen. Daneben habe ich auch vier Jahre lang Theaterwissenschaften studiert – gerade wenn man auch als Regisseur, Dramaturg, u.ä. tätig sein will, ist es sehr gut, wenn man theoretisches Hintergrundwissen erwirbt.

Was fasziniert dich an Musicals?

- Die Vielseitigkeit. Außerdem sind Musicals einfach die modernste Form des Musiktheaters und es gibt unendlich viele Möglichkeiten in welche Richtung man mit Musicals gehen kann, von großen Megaproduktionen bis kleinsten Off-Inszenierungen. Ich finde aber nicht nur Musicals interessant, sondern auch andere Formen des Musiktheaters, z.B. Opern und modernes Musiktheater.

Was gefällt dir an der deutschen Musicalszene?

- Die momentane Aufbruchstimmung. Es hat Ende der 90'er eine große Marktbereinigung gegeben und die Zuschauer haben im Laufe der Jahre auch immer mehr gelernt, zwischen echter Qualität und hektisch zusammengeschusterten "Goldeseln" zu trennen, so daß die neuen Stücke, die jetzt kommen, insgesamt eine höhere Qualität haben. Seit den Pionierjahren in den 80'ern ist die Kommunikation innerhalb der deutschen Musicalszene auch viel besser geworden, man kennt sich untereinander in der Branche und arbeitet zusammen. Als wir damals angefangen haben, waren wir noch Einzelkämpfer, die wirklich aus dem Nichts heraus etwas aufbauen mußten.

Was könnte man noch verbessern?

- Es müßte mehr Raum für kleine, kreative Aufführungen geschaffen werden. Ich liebe die Dynamik des Off-Broadway, wo mit wenig Mitteln ganz tolle Inszenierungen erschaffen werden, die auch ohne große Bühnenbilder und Special Effects mitreißen und bewegen. In Deutschland ist natürlich das Problem, daß es kein echtes Zentrum gibt in dem die ganze Szene versammelt ist – es ist alles über Deutschland verstreut. Trotzdem sollten junge Autoren und engagierte Künstler viel mehr Möglichkeiten bekommen sich zu präsentieren und zu wachsen. Wir haben in Hanau als semi-professionelle Truppe angefangen und mittlerweile sind unsere Darsteller in den großen Musicalhäusern Deutschlands zu sehen.

An welchen Projekten arbeitest du derzeit?

- Ich werde für die Landesgartenschau in Hanau eine Open Air-Aufführung von "Evita" inszenieren. Es ist eine sehr aufwändige Produktion mit Orchester und Chor, die von 11.bis 14.September 2002 sieben Mal zu sehen sein wird. Die Titelrolle spielt Simone Kerchner, die schon '98 bei unserer Hanauer Aufführung von "Little Shop of Horrors" die Audrey spielte, und als Che ist Sascha Krebs dabei, der bis vor kurzem bei "Hair" in Bremen auf der Bühne stand. Ingesamt sind mehr als 60 Leute an der Aufführung beteiligt und ich bin sehr stolz auf dieses Projekt!

- Außerdem möchten wir mit dem Musical Theater Hanau demnächst auch mit unseren Musicalproduktionen "Nunsense" und "The Taffetas" auf Tournee gehen – Gastspiele in Münster, Gelsenkirchen, u.a. sind schon fest geplant! Daneben arbeite ich auch als Autor an einem ganz neuen Stück, das wir hoffentlich in naher Zukunft aufführen werden.

Was würdest Du anderen Künstlern in der Branche raten, besonders Anfängern?

- Es ist wichtig, daß man sich immer selbst treu bleibt und sein eigenes Ding macht. Es ist auch nicht unbedingt notwendig auf einer staatlichen Schule eine Ausbildung zu machen – auf autodidaktischem Weg und mit privatem Unterricht kann man mindestens genauso weit kommen, wenn man nur die nötige innere Motivation mit sich bringt und an sich selbst glaubt. Außerdem ist es wichtig, daß man sich nie auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern immer weiter an sich arbeitet um immer besser zu werden.

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